Konsum

Eine kritische Fotoarbeit von Andreas Müller.

Der Sonntagsbraten, den es früher einmal gab, existiert heute nicht mehr. Fleisch essen ist für uns zu etwas völlig alltäglichem geworden. Kaum einer macht sich darüber Gedanken wo das Fleisch herkommt, geschweige denn wie es produziert wird. Und noch weniger Menschen wissen, wie es den Tieren in der Viehzucht und in den Schlachthöfen ergeht, bevor sie bei uns auf dem Teller landen. Vollgepumpt mit Wachstumshormonen und Antibiotika werden sie herausgezüchtet und behandelt wie industrielle Ware. Der Fleischkonsum hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Dies hat zur Folge, dass immer größere Betriebe mit Viehzucht entstehen und die Massentierhaltung stetig zunimmt. Auf der Fläche eines Grundstückes, die benötigt wird, um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, könnte man im selben Zeitraum 200kg Tomaten oder 160kg Kartoffeln ernten. Um 1kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man das 7-16-Fache an Getreide oder Sojabohnen. Würden z.B. die Amerikaner nur 10% weniger Fleisch essen, so könnte man mi dem dadurch eingesparten Getreide rund eine Milliarde Menschen vor dem Hungertod bewahren.


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