Hommage Ausstellung

Unter dem Titel »Hommage« fand an der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, von Studierenden des Faches »Entwurf I« eine 2-tägige Ausstellung statt. Eine Hommage an die Werke “Throwing Three Balls in the Air to Get a Straight Line (Best of 36 Attempts)”, 1973 von John Baldessari; »Stilübungen«, 1947 von Raymond Queneau und “Looking for comfort in an uncomfortable chair”, 1950 von Bruno Munari.

Gezeigt werden Arbeiten von Ingo Lemper, Janina Roland, Larissa Spindler, Leopold Lenzgeiger, Max Scholl, Olga Koroleva, Peter Wolff, Ravena Hengst, und Sebastian Blum – betreut von Prof. Frank Philippin.

HOMMAGE AN
»Throwing Three Balls in the Air to Get a Straight Line (Best of 36 Attempts)«
John Baldessari
1973

01
»Experiencing »Throwing Three Balls in the Air to get a Straight Line (Best of 36 attempts)« by John Baldessari in three different ways«
von Ingo Lemper

Eine Website die das Werk Baldessaris akustisch, visuell und interaktiv erleben lässt:
selftitled.de/homage/

02
»Balls of the World«
von Sebastian Blum

Wie viele verschiedenen Bälle gibt es und durch was wird ein Ball definiert.

03
»Twelve Ways Of Throwing«
von Larissa Spindler

Für die 12 Fotos von Baldessari werden 12 verschiende Ballwurftechniken dargestellt. Da bei Baldessaris Bildern jeweils 3 Bälle zu sehen sind, wurde bei dien Fotos immer 3 mal geblitzt. Der Werfer, der in Baldessaris Bildern fehlt,
ist hier zu sehen – aber ohne die Bälle.

04
»Upset Beauty«
von Leopold Lenzgeiger

Baldessaris Frage, »was kann Kunst sein?« wird in dieser Arbeit durch eine Sammlung von Amateurcollagen versucht zu hinterfragen.

05
»Kunstmaschine«
von Max Scholl

Diese Arbeit entstand durch einen Versuchsaufbau für ein Pseudo-Experiment, der sich mit Neutralität befasst. Mit einem eigens konzipierten Katapult werden Bälle in die Luft geschleudert und per Video festgehalten:
vimeo.com/36315034

06
»All Balls in the Air to get a Straight Line«
von Olga Koroleva

Die Form dieses Heftes ergibt sich durch das Übereinanderlegen der einzelnen Bilder
Baldessaris, wobei die (imaginären) Bilder so gedreht wurden, dass die Bälle der verschiedenen Bilder alle auf einer waagrechten Linie liegen.

07
»Rotating three balls in a line to get three compositions«
von Ravenna Hengst

Durch das Rotieren der einzelnen Fotografien Baldessaris in verschiedenen Winkeln und das Entwickeln verschiedener Verteilungssysteme in denen die Bälle zu Musiknoten werden, entstanden drei Kompositionen:

08
»Connecting Twelve Points To Get A Crystalline Object«
von Peter Wolff

Durch das übereinanderlegen der einzelnen Fotografien und das verbinden der Bälle aus Baldessaris Arbeit entsteht ein dreidimensionales Kristallobjekt.

09
»The international Baldessari«
von Janina Roland

Die internationale Antwort auf John Baldessaris Arbeit mit Hilfe von verschiedenen Sprachen, Wörterbüchern und Zufallssystemen.


HOMAGE AN
»Stilübungen«
Raymond Queneau
1947

10
»Perspektiven im Alltag«
von Ingo Lemper

Auf Basis eines Zitats von Hermann Hesse wird die Idee des Buches von Queneau filmisch verarbeitet. Im Alltag begegnen uns genauso Dinge, die auf den ersten Blick immer gleich erscheinen, sich aber aus vielen individuellen Perspektiven betrachten lassen:
vimeo.com/37251247

11
»Tarte aux Nombres«
von Sebastian Blum

In Queneau`s Stilübungen werden oft unwichtige Einzelheiten sehr genau beschrieben, und das in 99 Stilen. Auf Grund dieser Details und der Zahl 99 wollte ich versuchen Frankreich (Der Autor ist Franzose) in Zahlen zu repräsentieren – mit zugegeben mehr oder minder wichtigen Fakten.

12
»99«
von Larissa Spindler

Aus der Frage, wieso Queneau gerade neunundneunzig Kurzgeschichten schrieb, ergab sich die Idee, verschiedene Bedeutungen und Vorkommen der Zahl 99 durch eine filmische Animation darzustellen.

13
»Welche Realität«
von Leopold Lenzgeiger

14
»Ein Zimmer«
von Max Scholl

Ein Zimmer besteht aus 18 Fotocollagen zu je drei Fragmenten. Das Panoramabild eines Wohnzimmers wurde in einzelne Fragmente unterteilt, die unterschiedlich viele Informationen zu dem Zimmer enthalten.

15
»Stilvolle Halsübungen«
von Olga Koroleva

Der Hals der Hauptfigur in Queneaus Geschichten spielt eine große Rolle und wird mehrmals unterschiedlichste beschrieben. Auf den Karten wurde für jede der 99
Geschichtsvariationen ein Hals interpretiert und visualisiert.

16
»Neunmal Darmstadt«
von Ravenna Hengst

Grafische Darstellung verschiedener Elemente, welche aus einem Stadtplan Darmstadts extrahiert wurden. Grünflächen, Straßen, Schienenverkehr, Wohngebiete, Gewerbeflächen, Fuß- & Radwege, Gewässer, Beschriftungen, Waldgebiet.

17
»Direction Panthéon«
von Peter Wolff

Eine 2 km lange Busfahrt durch das 8. Arrondissement in Paris basierend auf den Beschreibungen des Weges in Queneaus Geschichte(n):
vimeo.com/34792402

18
»Umrundungsdiagramm«
von Janina Roland

Ansichten auf die Elisabethkirche in Marburg.


HOMAGE AN
»Looking for comfort in an uncomfortable chair«
Bruno Munari
1950

19
»Das Leben ist 2H«
von Ingo Lemper

Dieses Heft handelt über einen Bleistift, der eigentlich zu kurz zum schreiben ist. Mit Hilfe seines Besitzers und diversen Hilfsmitteln erzählt er von sich und findet ein würdiges Ende seiner Existenz:
issuu.com/stinlemp/docs/daslebenist2h

20
»Komfort«
von Sebastian Blum

Was ist Komfort und was ist Diskomfort – eine Umfrage.

21
»Uncomfortable Newspaper«
von Larissa Spindler

Aus Sicht der in Munaris Bildern vorkommenden Zeitung ergeben sich interessante Perspektiven und Unschärfen, die das Durcheinander und den Diskomfort verdeutlichen.

22
»Der perfekte Stuhl«
von Leopold Lenzgeiger

Die Suche nach Perfektion und die Ergebnisse dieser Suche werden hier durch Stuhlentwürfe, basierend auf einer Umfrage illustriert.

23
»Weniger ist mehr«
von Max Scholl

Ein Stop-Motion Film, der die Suche nach Komfort zum Thema hat. Der elektrisch verstellbare Massagesessel steht dabei als Symbol für die technischen und gestalterischen Raffinessen, die uns im Alltag noch mehr Komfort bieten sollen:
vimeo.com/35856146

24
»Unkomfortable Suche nach komfortabler Trinkposition«
von Olga Koroleva

Manchmal macht man sich die Dinge des Alltags schwieriger als sie sind. Diese Skulptur greift diesen Gedanken anhand einer Trinkpackung auf.

25
»The comfortable uncomfortable chair«
von Ravena Hengst

Verschiedene Ansätze die Drehstühle des FBG der h_da mit unterschiedlichen Mitteln
bequemer zu gestalten.

26
»12 chairs – 1 hour«
von Peter Wolff

Eine Dokumentation über den Versuch, zwölf verschiedene Stühle mithilfe eines subjektiven Systems zu bewerten.

27
»Comfort Fitness«
von Janina Roland

Fitnessübungen, um unkomfortablen Situationen im Alltag gelassen gegenüberzutreten.


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